Peter Pan im Schauspielhaus

Wirklich bezaubernd: Die Schülerinnen und Schüler der Sport- und Ballettschule Harleshausen führten heute Abend im vollen Schauspielhaus die Tanzaufführung „Peter Pan“ auf. Die Benefiz-Ballett-Aufführung findet für den guten Zweck statt: „Kinder tanzen für Kinder in Not“ lautet das Motto und es wird der gemeinnützige Verein „Bintumani D-SL German Sierra Leone Society e.V.“ unterstützt. Das Bild zeigt  Peter Pan (Celina Becker) sowie das Ensemble in der 3. Szene „Nimmerland – Das Krokodil“. Auch morgen am Sonntag wird „Peter Pan“ um 18 Uhr im Schauspielhaus aufgeführt (fast ausverkauft, nur noch ganz wenige freie Plätze).

 

Ballett: Der anmutige Tanz

by brauser24.de am 30. November 2017

Schwerelos gleiten die Tänzerinnen über die Bühne, ein strahlendes Lächeln im Gesicht. Sie scheinen das Sinnbild von Eleganz zu sein – von Anstrengung keine Spur. Wie viel hartes Training hinter den Stücken steht, wissen nur die Wenigsten. Der BRAUSER hat sich mit zwei Balletttänzerinnen der Ballettschule Harleshausen getroffen, die uns mehr über ihr Training und ihren Sport erzählt haben.

„Ich könnte mit dem Ballett nicht aufhören und nie wieder tanzen“, erzählt uns die 17-jährige Larny Chin, die schon im Alter von fünf Jahren mit dem Ballett angefangen hat. Ihre Mutter hatte sie angemeldet und mit der Zeit wurde der Sport ein wichtiger Teil in ihrem Leben, den sie nicht mehr missen möchte.

Auch die Ballettpädagogin Inga Kuhfuß hat früh mit dem Ballett angefangen – mit vier Jahren. „Ich liebe diese Sportart“, erklärt sie uns begeistert. „Emotionen in Bewegungen ausdrücken, Eleganz und Sport vereint und die Kunst, etwas technisch und körperlich Anspruchsvolles so leicht aussehen zu lassen.“

Und genau das macht auch den Reiz von Ballett aus. Es ist der Grund, warum Ballett schon seit Jahrhunderten die Menschen fasziniert. Die Schönheit und Leichtigkeit verbunden mit Perfektion, die auf der Bühne gezeigt werden.

 

Foto: Phileas Schoenberg

Schöne Fassade

„Hinter einem schönen Ballett steckt mehr Anstrengung, als man zunächst denkt“, so Larny, deren Lieblingsballettstücke „Coppélia“ und „Don Quixote“ sind. „Meistens strengt man sich an, um seine Anstrengung nicht zu zeigen.“ Inga ergänzt zwinkernd, dass jeder, der denkt, ein bisschen Tanzen sei nicht anstrengend, gerne ein Training bei ihr absolvieren darf.

Neben Ballett begeistert sie sich noch für unzählige andere Sportarten. Ob Pilates, Leichtathletik, Squash, Badminton oder Sportarten in der freien Natur – die 27-Jährige lebt den Sport.

Auch Larny hat neben dem Ballett noch andere sportliche Hobbys. Sie spielt gerne Golf, aber ihr Herz schlägt fürs Tanzen. Zusätzlich zum Balletttraining tanzt sie noch zwei Mal die Woche Hip Hop.

Ehrgeiz und Durchhaltevermögen

„Jeder, der Ballett tanzen möchte, sollte ein gewisses Rhythmusgefühl mitbringen“, erklärt Inga, deren größter Erfolg eine Statistenrolle bei „Don Giovanni“ in der Kölner Oper war. „Von Vorteil wäre auch eine gute Beweglichkeit.“ Zusätzlich sei Disziplin ebenfalls entscheidend, egal mit welchem Alter man anfängt. „Es ist wirklich nie zu spät, mit dem Training anzufangen. Vielleicht wird man keine Profitänzerin mehr, aber es ist Sport für den Körper und Geist.

Anmutig tanzen lernt man nicht von heute auf morgen. Nur nicht aufgeben!“ Auch Larny betont dies. „Gerade wenn man später mit dem Ballett beginnt, sind Geduld und Ehrgeiz sehr wichtig, da einem nicht wie im Kindesalter alles neue so leicht zufliegt.“ Es ist nicht leicht, nicht aufzugeben und immer wieder weiterzumachen, bis man es endlich geschafft hat. „Vor allem, wenn man ein Naturtalent neben sich hat, das alles beim ersten Versuch schafft. Aber dann ist es wichtig, sich klar zu machen, dass jeder in etwas besser ist und in anderen Dingen wiederum schlechter“, ergänzt die Schülerin, die zurzeit die gymnasiale Oberstufe der Jacob-Grimm-Schule Kassel absolviert.

Wenn Larny nach dem harten Training mal entspannen möchte, geht sie gerne in die Therme oder trifft sich mit ihren Freunden, die sie als lebensfroh, lustig und fleißig bezeichnen würden. Auch ihre Familie ist für die junge Tänzerin sehr wichtig. Inga entspannt gerne in der Badewanne, in der Sauna, auf dem Sofa oder bei ausgedehnten Waldspaziergängen.

Was sie glücklich macht? Mit ihren Freunden und ihrer Familie zusammen zu sein und mit Menschen aller Altersgruppen zusammenzuarbeiten. Und natürlich gutes Essen. Ihr größter Traum ist es, irgendwann mal selbst die Sport- und Ballettschule Harleshausen zu leiten und sie möchte unbedingt mal wieder in einer Oper- oder Musicalproduktion auf der Bühne stehen.

Larny träumt davon, mal auf einer Weltbühne zu stehen –auch wenn das wohl eher Wunschdenken ist. Doch eins ist sicher: sie möchte ihr ganzes Leben nie den Spaß am Tanzen verlieren und so viele verschiedene Tanzarten lernen, wie es nur geht.

Jeder Auftritt ein Erfolg

Inga hat schon bei vielen Auftritten der Sport- und Ballettschule Harleshausen und dem Tanzhaus Köln mitgewirkt. Ein bestimmtes Lieblingsstück hat sie dabei nicht. „Ich mag aber sehr gerne tänzerische Kombinationen mit vielen Drehungen und Balances. Sprungkombinationen machen mir auch viel Spaß.“ Vor allem das Grand Jeté, sozusagen ein Spagat in der Luft. Ein besonderes Ritual hat sie vor Auftritten nicht, sie geht nur die Choreografien noch mal im Kopf durch.

Genau das macht auch Larny, die bis jetzt an acht verschiedenen Ballettproduktionen teilgenommen hat. „Bei jedem Auftritt nehme ich immer wieder Erfahrungen und schöne Erinnerungen mit. Dabei spielt es keine Rolle, ob mal etwas schief gegangen ist oder man gewonnen hat oder nicht. Für mich sind alle Auftritte Erfolge“, erzählt sie uns lächelnd. Auch sie hat keinen speziellen Lieblingstanz, aber sie liebt die Herausforderung von Tänzen, bei denen man sein ganzes Herz rein legen muss. Ihre Lieblingsposition ist das Ponché, eine Art vertikaler Spagat.

Ingas Vorbild ist die russische Profitänzerin Polina Semionova, aber auch ihre damalige Ballettlehrerin Loreen Fajgel hat sie inspiriert, selber Ballettpädagogin zu werden. Larny sieht ebenfalls zu ihrer Ballettlehrerin auf, die ihr gezeigt hat, was man mit Vielfältigkeit alles erreichen kann. „Und zu meiner Hip Hop-Lehrerin“, ergänzt sie. „Sie zeigt mir immer wieder aufs Neue, was kämpfen bedeutet.“

 

 

HNA 4.5.2016

                   Tanzen für Kinder in Not

Benefiz-Aufführung der Sport- und Ballettschule Harleshausen im Schauspielhaus

Von Bettina Wienecke

KASSEL. Schokoladenstückchen, die elegante Formationen bilden, Eichhörnchen, die hüpfende Nüsse verfolgen, sowie tanzende Süßigkeiten, wie Lebkuchen, Lollis, Plätzchen, Zuckerwatte und Kaugummis: 250 Schüler der Sport- und Ballettschule Harleshausen im Alter von vier Jahren bis zum Erwachsenen verzauberten an zwei Abenden insgesamt 1000 Besucher im Schauspilehaus des Staatstheaters.

Seit 20 Jahren veranstaltet die schule von Dr.Kristina Hardt bereits Benefiz-Ballettaufführungen unter dem Motto „Kinder tanzen für Kinder in Not“. der Erlös der ausverkauften Vorstellungen soll wieder an das SOS-Kinderdorf in Arusha in Tansania (Ostafrika) gehen. “ Wir hoffen , dass es bnach Abzug der Kosten wieder 5000 Euro werden“, sagt die Sportwissenschaftlerin auf Nachfrage.

Aus dem Kinderbuch von 1964 „Charlie und die Schokoladenfabrik“ des Briten Roald Dahl (das unter anderem 2005 mit Johnny Depp verfilmt wurde) hat Loreen Fajgel eine getanzte Version mit verzauberten und spannenden Choreografien entwickelt. unterstützt wurde die Leiterin der Ballettabteilung der Sportschule dabei von annika Hoffmann, Dana Zeise und Verena Piwonka.

Nicht nur tanzende Schulkinder, Zeitungsverkäufer, Angehörige des Oompa Loompa-Stammes, Fabrikarbeiter, Figuren aus Computerspielen und Bollywood-Tänzer wirbelten über die Bühne. Auch der Schokoladenfabrikbesitzer Willy Wonka (Laura-Marie Adams) und seine Gäste, wie der Junge Charlie (Celina Becker), und die weiteren Solisten bekamen viel Applaus. Besonders beeindruckten auch der Prinz (Larny Chin) und die Zuckerfee (Judith Wenzel).

 

HNA 26.05.2014

                       Wenn die Eiszapfen Tanzen

Die Sport- und Ballettschule Harleshausen begeisterte mit der „Schneekönigin“  im Schauspielhaus

Von Bettina Wienecke

KASSEL.  Tanzende Blumen und Bäume, schwirrende Bienchen und eine Königin inmitten von Eiszapfen und Polarfüchsen: Zwei bezaubernde Stunden zum Schmunzeln, Staunen und Träumen bereitet die von Kristina Jost-Hardt geleitete Sport-  und Ballettschule Harleshausen den Zuschauern im vollen Schauspielhaus am Samstagabend und Sonntagnachmittag.

Loreen Fajgel führt den Ballettbereich seit 17 Jahren. Sie hat aus dem Andersen-Märchen „Die Schneekönigin“ ein Ballett entwickelt  mit Annika Hoffmann, Dana Zeise, Jana Friesen und Verena Piwonka Choreografien vom klassischen Ballett bis zum New Yorker Hip Hop mit weit über 100 Schülern.

Zur Handlung: Die Schneekönigin (Juliane Wenzel) entführt den Jungen Kay (Nils Eckart). Gerda (Amelie Klaus) beginnt die Suche nach ihm auf dem Blumenmarkt. Das Mädchen durchquert einen mit Tüchern dargestellten Fluss, wird von Rad- und Purzelbaumschlagenden Räubern umzingelt und bekommt schließlich Hilfe von der Feuerfee (Celia Freiling). im Land der (mit der Schneefrau) tanzenden Schneeflocken finden sich Kay und Gerda wieder.

Seit siebzehn Jahren veranstaltet die Ballettschule unter dem Motto „Kinder tanzen für Kinder in not“ Benefiz-Veranstaltungen. Der Erlös geht an das SOS-Kinderdorf in Arusha in Tansania.

 

HNA 26.03.2013

Jubel für „Alice“

Die Sport- und Ballettschule Harleshausen gastierte im ausverkauften Schauspielhaus

Von Gerhard Raßner

Kassel. „Alice im Wunderland“, ein viel gelesenes, verfilmtes auf der Bühne gespieltes Märchen aus England, aber getanzt? Die Sport- und Ballettschule Harleshausen (Leitung Dr. Kristina Hardt) wagte sich ans Projekt in einer sehr gelungenen Aufführung.

Man könnte das entstandene Stück auch als Patchwork bezeichnen, entstanden aus vielen Musiknummern (ein Lob der Auswahl und dem Schnittmeister) mit unterschiedlichen Choreografien (verantwortlich dafür Loreen Fajgel, Verena Piwinka und Annika Hofmann) in verschiedenen Tanzgruppen und Altersklassen mit vielen kleinen, größeren und großen Tänzerinnen.

Das Ergebnis: Ein Ballett aus einem Guss, das nie den Eindruck von „zusammengestückelt“ vermittelte. Ein großes Lob den vielen Tänzerinnen, die nach nur einer Probe am Nachmittag den großen Raum der Bühne mit Gehen, Schreiten, Hüpfen, Drehen, Rollen, Laufen und großer Begeisterung ausfüllten und das Publikum immer wieder zu Szenenapplaus veranlassten.

Großen Anteil am Gelingen hatten natürlich die Solistinnen, denen man intensives und erfolgreiches Training anmerkte, allen voran Juliane Wetzel als Alice, ihre verzauberten Ebenbilder waren Julia Andresen und Greta Wenzel. Die weiteren Solistinnen waren (etwa in der Reihenfolge ihres Auftretens): Sophia Scharf, Larny Chin, Jael Jaensch, Dana Zeise, Vera Enkemeier, Julia Andresen (als Grinsekatze), Mareike Storm, Celia Freiling, Norina Fischer, Julia Hahm und Aniele Fischer. Der Erlös kommt zwei Kinderdörfern in Rumänien und Tansania zugute. Erst der sich schließende Vorhang konnte den Beifall stoppen.

 

HNA 12.4.2011

                   Bunte Hühner, tanzende Eier

Max und Moritz in einer Benefizaufführung der Ballettschule Harleshausen

Von Carolina Rehrmann

KASSEL. Wer kennt und liebt sie nicht, die Geschichten der beiden Lausbuben Max und Moritz? Lässt man die kleinen Grausamkeiten von Wilhelm Buschs berühmter Bildergeschichte außer Acht, ist sie eine ideale Tanzvorlage.

Das dachte sich wohl auch Loreen Fajgel, ehemals Tänzerin am Staatstheater und nun Lehrerin an der Ballettschule Harleshausen. Mit ihren Kollegen und mehr als einhundertdreizig Schülern brachte sie am Sonntagabend ein wunderbar gelungenes, farbenfrohes Tanzspiel aud die Bühne des ausverkauften Schauspielhauses. Der erlös der Benefizaufführung geht an Kinder in Not.

Zur warmen Stimme des Erzählers, gesprochen von Miachael Fajgel, entzückten in den ersten beiden Streichendie ganz jungen unter den Tänzern als bunte Hühner mit leuchtenden Gefieder und stepptanzende Eier zu klassischer Ballettmusik.

Wenig später schon ging ein belustigtes Raunen durchs Publikum, als die frechen Schüler von Lehrer Lämpel zu Rhythmen von Kesha und John Delay eine kesse Hip-Hop-Einlage aufs Parkett legten.

Die jeweilige Kulisse deuteten die schönen, minimalistischen Bühnenbilder an, die die Schüler der Kinderkunstschule gemalt hatten. Am Ende gab´s eine heitere Überraschung: Nachdem die Schelme Max und Moritz (gespielt von Dana Zeise und Jael Jaensch) im Trichter der Mühle verschwunden waren, kamen sie zur allgemeinen Belustigung als viele kleine Miniatur -Maxe und -Moritze wieder heraus. Begeisterter applaus.

 

HNA 6.4.2009

Die Instrumente wetteifern

Sport- und Ballettschule Harleshausen zeigte Tanz, Jazz und HipHop im Schauspielhaus

Von Verena Joos

KASSEL. Seit zwölf Jahren veranstaltet die Sport- und Ballettschule Harleshausen, geleitet von Dr. Kristina Hardt, ihre Benefiz-Aufführungen unter dem Motto „Kinder tanzen für Kinder in Not“ im Kasseler Schauspielhaus. Und immer gelingt es dem jungen, engagierten Lehrteam um Loreen Fajgel, die einzelnen Gruppendarbietungen in einen stimmigen Rahmen zu stellen.

Diesmal war der Ort des Geschehens selbst der Adressat einer stilistisch differenzierten Liebeserklärung: eine Theaterbühne vor der Vorstellung. Ein Hausmeister mit nordhessischem Idiom (Michael Fajgel als launiger Conferencier im Blaumann) legt letzte Hand an die Beleuchtung. Doch was ist das? Da sind die Actricen noch beim Aufwärmen, die Müllabfuhr kommt zu spät, Staubkörner wirbeln über den Boden, bis endlich die Putzkolonne eintrifft, eine freche Schulklasse bringt die Ordnung durcheinander, und die feinen Damen gehören doch eigentlich in die Logen, die Kellnerinnen ins Foyer!

Was dem braven Theaterbeamten den Blutdruck in die Höhe treibt, sorgt beim Publikum im ausverkauften Saal für großen Jubel, denn all die Störungen sind liebevoll choreografierte Miniaturen aus klassischem Tanz, HipHop und Jazz, neben Loreen Fajgel einstudiert von Annika Hoffmann, Lisa Oettinghaus, Janine Döhring, Inga Kuhfuß und Verena Voß.

In der zweiten Programmhälfte inspirierten Mozarts Sechs Deutsche Tänze für Orchester das Team zu einer pittoresken Regenbogen-Choreografie, und „The Young Person’s Guide to the Orchestra“ von Benjamin Britten lieferte die musikalische Vorlage zum grandiosen, von Loreen Fajgel choreografierten und kostümbildnerisch ausgestatteten Finale der fortgeschritteneren Elevinnen.

Streicher, Blech und Holz wetteiferten wirbelnd um ihre Vorrangstellung, ein wunderbar eitles Schlagwerk (Inga Kuhfuß) setzte die perkussiven Akzente souverän in Bewegung um. Großer Applaus, großes Kompliment.

 

 

HNA 26.03.2007

Zauber von Tanz, Licht und Kostümen

Gala der Sport- und Ballettschule Harleshausen

Von Verena Joos

Kassel. Am Anfang standen eine leere Immobilie an der Wolfhager Straße, eine gehörige Portion Courage und eine große pädagogisch-sportive Leidenschaft. Diese Voraussetzungen und Tugenden, vereint in Dr. Kristina Jost-Hart, führten zur Gründung der Sport- und Ballettschule Harleshausen, die in diesem Jahr auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann.

Die Benefiz-Jubiläumsgala im voll besetzten Schauspielhaus, wie auch die früheren Aufführungen unter dem Motto „Kinder tanzen für Kinder in Not“, ließ die Besonderheit dieser Einrichtung sinnfällig werden: Hier findet der natürliche kindliche Bewegungsdrang auf je alters- und typgemäße Weise ein spezifisches Betätigungsfeld. Das war im ersten Teil der Präsentation, der „Gratulation der Tiere“, sehr schön zu verfolgen: Da gab es etwa, einstudiert von Janine Döhring, eine herrliche HipHop-Gruppe, die bewaffnet mit Fliegenklatschen, dem aussichtslosen Kampf gegen die Mückenplage groteske Gestalt verlieh. Aus „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, dem Bärenslogan des „Dschungelbuch“, schlugen, angeleitet von Kimberley Kawischer, schon die Allerkleinsten motorische Funken. Annika Hoffmanns Choreografien – etwa der Kampf zwischen Katzen und Mäusen – halten eine ansprechende Balance zwischen Dramatik und Raumaufteilung, Loreen Fajgel schenkt der Farbpalette der Schule die Faszination des klassischen Balletts.

Von ihr stammte auch die Choreografie auf „Peter und der Wolf“, mit der die älteren Schülerinnen die Herzen eroberten. Ein Traum, gewoben aus Licht- und Kostümzauber (auch hier war die Künstlerin entwerfend und gestaltend tätig), chorischem Agieren und solistischen Kabinettstückchen, dramatischen Zuspitzungen und epischer Erzählkultur. Die poetische Visualisierung des Märchens wurde völlig zu Recht mit enthusiastischem Beifall belohnt.

Eine weitere Vorführung findet am 17. Juni statt.